Aktuelles aus Äthiopien – Alijah geht weiter!

Die Mitarbeiter der Jewish Agency sind wieder in Gondar. Drei Knesset Abgeordnete besuchten Gondar und haben sehr öffentlichkeitswirksam über die Situation berichtet. Es ist geplant, im April wieder mit den Flügen nach Israel zu beginnen. Damit scheint endlich Bewegung in die bisher festgefahrene Situation zu kommen.

Bericht der Jerusalem Post über den besuch der Knessetabgeordneten: http://www.jpost.com/Diaspora/Great-injustice-MKs-fight-for-aliya-of-remaining-Ethiopian-Jews-483381

 

ÄTHIOPIEN: Unsere Partnerin in Gondar, Dr. Shitaye, berichtet von der aktuellen Situation.

Die ethnischen Unruhen halten an, jedoch gibt es in und um Gondar herum mehr Sicherheitsmaßnahmen, sodass man sich relativ frei und sicher bewegen kann.

Dr.Shitaye verteilt ohne Unterbrechung Nahrungsmittel an örtliche Familien der Falascha Mura und versorgt sie medizinisch. Das Büro der Jewish Agency vor Ort ist derzeit geschlossen, weshalb momentan keine Alija stattfinden kann. Es gibt jedoch Gerüchte, dass sich daran bald etwas ändern könnte und in Zukunft wieder Ausreisen stattfinden können.

Bitte betet für ein baldiges Ende der Unruhen und dass die Jewish Agency wieder arbeiten kann!

Außerdem berichtet sie über drei Einzelschicksale von drei Frauen:

IMG_1241Diese 48-jährige Frau hat ihre vier erwachsenen Kinder alleine groß gezogen. Weder ihre drei Töchter noch ihr Sohn haben Arbeit. Die Dame leidet unter Diabetes und Bluthochdruck. Dr. Shitaye und ihr Team versorgen sie medizinisch und mit Lebensmitteln.  Sie ist seit langer Zeit in Gondar und hat alle Hoffnung verloren, Alija zu machen. Sie braucht dringend Gebet für neue Hoffnung und einen Ausweg!

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Diese junge Lehrerin lebt zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Letztes Jahr musste sie ins Krankenhaus, weil sie so starke Lungenprobleme hatte, dass sie beatmet werden musste! Bei ihr wurde nach längerer Zeit eine sog. Interstitielle Lungenerkrankung diagnostiziert. Die Ursachen dieser Krankheit sind noch nicht stark erforscht. Ebenfalls im vergangen Jahr erkrankten Ihr Mann und Ihre Tochter an Tuberkulose. Diese konnte erfolgreich behandelt werden. Die beiden wurden nur deshalb darauf getestet, weil die Frau schon krank war und man damals noch vermutete, dass es sich um Tuberkulose handelte. So konnte rechtzeitig die richtige Diagnose gestellt und mit der Behandlung begonnen werden.

Derzeit ist die Frau wieder zuhause und wird weiterbehandelt. Wegen ihrer Krankheit findet sie in ihrem Dorf keine Anstellung. In der Stadt stellt sie niemand ein, weil sie noch so jung ist. Auch hier brauchen wir euer Gebet!

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Die letzte Frau ist eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder, einer Tochter (13 Jahre) und einem Sohn (im Bild, 10 Jahre). Ihr Mann hat sich von ihr scheiden lassen und ist mit ihrer Tochter nach Israel ausgewandert. Dort hat er eine andere, israelische Frau geheiratet, von der er sich auch hat scheiden lassen. Die Tochter ist derzeit allein in Israel und sehnt sich zurück zu ihrer Mutter. Die zurückgelassene Mutter muss für ihren Lebensunterhalt und den ihres Sohnes täglich hart arbeiten. Ihr Sohn geht zur Schule und beide werden von Dr.Shitaye und ihrem Team versorgt.

Bitte betet auch hier, dass der HERR den Weg frei macht!