Alltag in der Ostukraine – Lugansk

 

„Ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn DU bist bei mir, DEIN Stecken und Stab trösten mich“  (Psalm 23,4)  –

Separatisten haben die „Volksrepublik Lugansk“ gegründet. Die Versorgungslage ist katastrophal; es ist tiefer Winter!

Lena und Igor besuchen dort jüdische Veteranen und Kranke –

 

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Beitrag als Download:    Lugansk 21-Jan 2015

Zerstörte Häuser„Wir wohnen in der Wohnung von Sophia, einer Mitarbeiterin der jüdischen Chesed. In dem Wohnblock sind 20 Wohnungen, aber nur 2 werden bewohnt. Wohngebiete sind im Sommer stark beschossen worden, und die Menschen sind aus der Stadt geflohen. Morgens und abends gibt es für einige Stunden fließendes Wasser und „etwas“ Heizung, sowie Internet und Mobiltelefon.

 Wir fuhren auf den Markt und sahen betroffen, dass es in den Geschäften sehr wenig zu kaufen gibt und die Apotheken fast leer sind. Valeria, die Leiterin der Chesed, sagte uns, dass dies „normal“ sei. Sie verglich die Situation in Lugansk heute mit der Lage im Sommer, während wir sie mit Donezk verglichen. So haben wir einen völlig anderen Blick als Valeria.

In Lugansk gab es im Sommer starke Kämpfe und über Monate kein Gas, keinen Strom, kein Internet, kein Mobiltelefon. Verglichen damit ist es heute fast wieder „normal“. Da Artillerie- und Raketenbeschuss jetzt nur selten und weit entfernt zu hören sind, haben die Menschen den Eindruck, alles sei „gut“ und es gäbe eben „nur“ kein Bargeld, kein Gehalt, keine Arbeit und knappe Versorgung. 

Lebensmittelverteilung in LuganskEinige Leute, die Arbeit haben, erhalten als „Bonus“ ein Glas Reis, Buchweizen oder 2-3 Löffel Tee. Es wird für Euch kaum nachvollziehbar sein, aber das erhalten Ärzte oder Lehrer! Es gibt hier keinerlei humanitäre Hilfe, wie es in Donezk vom Orligarchen Akhmetov organisiert wird. Die Chesed erhält Hilfe aus dem Gebiet, das von der Regierung in Kiew kontrolliert wird, aber kein Bargeld. Für die Fahrer ist es risikoreich, durch Kontrollpunkte zu fahren, zu tanken und diese Lebensmittel und Medizin zu holen. 

Die gute Nachricht ist, dass jetzt auch junge Leute in die Chesed kommen.

Wir sprachen mit einigen von ihnen, aber: Sie wollen noch (immer)  nicht nach Israel gehen, weil sie ihre Eltern nicht allein lassen wollen. Proklamiert SEINE Verheißungen! Sach 2:10! „Flieht aus dem Land des Nordens!“ 

Ab Montag werden wir Familien besuchen und Lebensmittelpakete bringen. Betet, dass wir auf dem Markt nicht mit Falschgeld betrogen werden, denn Falschgeld wird hier systematisch in Umlauf gebracht!  Wir wurden beim Einkauf schon 2x betrogen, aber haben unser Geld vom Verkäufer zurückerhalten.

DANKE für Eure Gebete!“  

Wachet und betet!       Schalom,

Eure Lena u. Igor   

Beitrag als pdf zum Download    Lugansk 21-Jan 2015

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