Jüdische Flüchtlinge aus den Separatistengebieten der Ostukraine auf dem Weg nach Israel

Flüchtlinge aus den Separatistengebieten am Flughafen Kiew
Flüchtlinge aus den Separatistengebieten am Flughafen Kiew

600 Juden fliegen monatlich aus der Ukraine nach Israel. Denn täglich werden von der OSCE Verstöße gegen das Minsker „Waffenstillstandsabkommen“  gemeldet, auch im Stadtgebiet Donezk.

Leider gibt es immer wieder Tote und Verletzte.  Eine staatliche, durchschaubare Ordnung existiert im Gebiet Donezk nur teilweise, was für die medizinische Versorgung der alten Menschen verheerende Auswirkungen hat. Trotzdem wollen viele Juden aus ganz verschiedenen Gründen (immer noch) nicht ausreisen, mit der trügerischen Hoffnung „Es wird schon besser!“ Lena & Igor, betreuen besonders Alte, kaufen Essenpakete auf den örtlichen Märkten und bringen sie ihnen nach Hause. Dabei achten sie

Jüdische Flüchtlinge aus den Separatistengebieten mit Helfer Piotr fliegen nach Israel
Jüdische Flüchtlinge aus den Separatistengebieten fliegen nach Israel. Hier mit Helfer Piotr (rechts) am Flughafen Kiew

immer darauf, nicht bei den Milizen aufzufallen. Manchmal kommt es bei diesen Besuchen zu Gesprächen mit Kindern oder Enkeln, die oft gern ausreisen würden, „…aber wir können Vater und Mutter doch nicht allein lassen!“

Viele an der Alijah Interessierte haben jüdische Namen, fühlen sich jüdisch und kennen mündlich aus der Familie Geschichten, die die jüdischen Wurzeln belegen. Leider fehlt oft jedes Dokument, denn Eltern oder Großeltern haben während der deutschen Besatzung (1941-1944) und wegen der stalinistischen Verfolgung nach dem 2. Weltkrieg alle Papiere vernichtet. Ohne Dokument gibt es aber kein israelisches Alijah-Visum. So bleibt dies oft (noch) ein schier unüberwindliches Hindernis.