Luba – aus dem Separatistengebiet nach Petach Tikva

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Jüdin Luba aus Lugansk, Seperatistengebiet der Ukraine, die 1961 ohne Beine und mit nur einem Finger an der rechten Hand geboren wurde, lebt jetzt in Petach Tikva in Israel. Lena&Igor hatten sie über Monate betret. 

Lena schrieb: „Sie „lebte“ in einem 5-stöckigen Heim für 450 Senioren, von denen 200 geflohen sind; 247 einsame, behinderte ältere Menschen – im 5. Stock sind alle in Rollstühlen – im 4. alle in Betten, 4-6 Personen in einem Raum! Der Geruch ekelerregend! In den anderen Etagen sind sie besser zurecht. Im 1. Stock ist ein Essensraum. Luba lebt hier seit 23 Jahren, ist sehr klug und ist eine Autorität. Sie hat einen eigenen Raum, arbeitet in der Bücherei und erhält ein Gehalt von 20 € im Monat; sie war glücklich, bis im Sommer 2014 der Krieg begann: 2 Monate ohne Wasser, Beschuss, keine Elektrizität; es war fürchterlich. Schon im November 2014 hat der Konsul ihr das Visum gegeben.– Verglichen mit ihren Lebensumständen sollten wir täglich tanzen und glücklich sein, nie traurig und immer unserem GOTT danken!“

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Ende Dezember 2015 machte Luba endlich Alijah! Sie lebt nun in einem Heim in Petach Tikvah, nicht weit von dem Altenheim entfernt, in dem meine Tochter Sharon (re) arbeitet.

Wir konnten sie zweimal besuchen, haben uns mit Händen und Füßen und mit Musik verständigt. Gegen Ende gelang es uns, per Skype Lena zuzuschalten, die gerade von ihrer Reise nach Charkov zurückgekommen war. Luba ist eine sehr lebensfrohe, energiegeladene Frau, sie ist ein Wunder! Eine Pflegerin erzählte, dass sie sich überhaupt nicht helfen lässt, sie will alles allein machen: duschen, anziehen, Rollstuhl fahren… Sie hat sogar einen Führerschein, ist in der Ukraine Auto gefahren. Luba handarbeitet gern, stickt, bastelt mit verschiedenen Materialien. Wenn das Wetter es zulässt, hält sie sich draußen im grünen Garten auf. Zurzeit fängt alles an zu blühen, die Vögel zwitschern, es duftet herrlich. Diesen Monat fängt sie mit dem Ulpan, dem Sprachkursus an. Sie will unbedingt die Sprache lernen, damit sie in Israel besser zurechtkommt. Wir danken unserem Versorger dafür, dass Er Luba in das Land ihrer Väter geführt hat und sie alles so positiv aufnimmt.