„Schanah towah umetukah“ – Wir wünschen Euch ein gutes und süßes Neues Jahr 5778

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Liebe Freunde

In Israel geginnen heute abend die zehn Hohen Feiertage mit Rosch Haschana und Jom Kippur (am Sa. 3 0.Sept.); dann schießt sich das Laubhüttenfest an 5.-13. Oktober.

Man wünscht sich zum Neuen Jahr 5778 Schanah towah!“ (Gutes neues Jahr) oder „Schanah towah umetukah“ (Gutes und süßes neues Jahr). Traditionell gibt es dazu Äpfel und Honig. Siehe auch Anlage

In den Synagogen-Gebeten ist jedoch kaum die Rede von einem Neujahrstag, vielmehr liegt der Sinn dieses Festes im Gedenken an den Bund zwischen Gott und seinem Volk Israel und stellt eine sittliche Forderung und Verpflichtung an die Menschen dar, in sich gehen und sein Verhältnis zu seinen Mitmenschen bis Jom Kippur prüfen und in Ordnung bringen. Denn am Jom Kippur, acht Tage nach Rosh Hashana, ist der Versöhnungstag, der Tag des göttlichen Gerichts, der Buße und Umkehr (3. Mose 23, 27-32). Die wichtigsten religiösen Vorschriften des Jom Kippur – lange Bittgottesdienste und ein 25-stündiges Fasten – werden selbst von vielen eigentlich säkularen Juden befolgt.

Würde und feierlicher Ernst des Jom Kippur in der Öffentlichkeit sind stärker ausgeprägt als bei anderen Festen. Israel kommt für 25 Stunden zu einem absoluten Stillstand. Alle Unterhaltungs- und Vergnügungsstätten sind geschlossen; Fernseh- und Radiosendungen werden eingestellt – sogar Nachrichten werden nicht gesendet; der öffentliche Verkehr ruht, die Flughäfen werden geschlossen und viele Straßenzüge abgesperrt.

Der Ernst des Tages wird in Israel durch die Erinnerung an den Krieg von 1973, also an den Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf Israel an Jom Kippur, zusätzlich unterstrichen.