Die Geschichte des Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V.
Gehorsam gegenĂŒber Seinem Ruf : Ebenezer wurde aufgrund des Gehorsams und Vertrauens eines Mannes ins Leben gerufen â dem Schweizer GeschĂ€ftsmann Gustav Scheller. Inmitten des ersten Golfkriegs im Januar 1991, als Teilnehmer der Internationalen Gebetskonferenz in Jerusalem nach einer Warnung vor Luftangriffen durch Missiles aus dem Irak in einem Bunker Schutz suchten, sprach Gott mit Gustav darĂŒber, jĂŒdische Menschen aus dem Land, das die Bibel âdas Land des Nordensâ bezeichnet (Jeremias 31:8) â der damaligen Sowjetunion â mit Schiffen nach Hause, nach Israel zu bringen. “Und die Schiffe von Tarsis ziehen voran, um deine Kinder aus der Ferne zu bringen, ihr Silber und ihr Gold mit ihnen …” (Jes 60,9)
So wurde Ebenezer geboren.
Die praktische Arbeit begann kurze Zeit spĂ€ter, indem zunĂ€chst FlĂŒge der Jewish Agency von Budapest und Warschau finanziert wurden, die 720 Juden nach Tel Aviv brachten. Dann sprach Gott davon, Sein auserwĂ€hltes Volk mit dem Schiff nach Hause zu bringen. Wieder machte Gustav Schritte im Glauben und vertraute darauf, dass Gott alles bereit stellen wĂŒrde, was fĂŒr diese Aufgabe notwendig war. ER tat es! Zwischen Dezember 1991 und Januar 1992 brachte Ebenezer 1.400 jĂŒdische Menschen von Odessa â dem am Schwarzen Meer befindlichen Hafen in der Ukraine â nach Haifa mit Hilfe von drei Ăberfahren auf dem griechischen Schiff Mediterranean Sky.
Beginnend 1993, als Ebenezer das ukrainische Schiff Dimitri Schostakovitsch fĂŒr 25 Ăberfahrten charterte, wurde der Schiffsweg bis 2004 einer der Hauptwege, um jĂŒdische Menschen ins VerheiĂene Land zu bringen. Auf 173 Fahrten erreichten ca. 45.000 Ausreisende mit Hausrat und ihren Haustieren direkt Haifa in Israel. Die VerheiĂung des Propheten Jesaja 60,9 wurde wörtlich wahr!
Viele Juden, denen Ebenezer helfen konnte, in das Land ihrer VorvĂ€ter auszuwandern, kamen mit FlĂŒgen der Jewish Agency aus unterschiedlichen Teilen der frĂŒheren Sowjetunion â darunter aus dem russischen Fernen Osten, Sibirien, den fĂŒnf LĂ€ndern Zentralasiens (Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan), Armenien, Georgien, Moldawien sowie Belarus.
Mitarbeiter und Freiwillige aus vielen LĂ€ndern der Welt – auch aus Deutschland â machen sich auf die Suche nach jĂŒdischen Menschen auch an entfernteste Ortschaften. Ihr Ziel ist es, den Juden, die sie finden, von der Heiligen Schrift her die VerheiĂungen fĂŒr Ihr Volk zu bringen: Gott ruft sie nach Israel.
Ebenezer liefert die dazu notwendigen finanziellen und anderweitig benötigten Mittel. HumanitĂ€re Hilfe wird ĂŒber christliche und jĂŒdische Gemeinden, SozialĂ€mter und KrankenhĂ€user verteilt und zeugt von praktischer die Liebe.
Der Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. wurde von Gustav Scheller bereits 1994
gegrĂŒndet und war Teil des internationalen Netzwerkes. Am 18.02.2000 ging Gustav Scheller heim zu dem Herrn, den er geliebt und dem er treu gedient hatte. Am gleichen Tag bezog Ebenezer Deutschland RĂ€umlichkeiten im Kontorhaus Messberg 1 in Hamburg. Damit erfĂŒllte sich eine Vision des GrĂŒndervaters Gustav fĂŒr den deutschen Verein. Zur Geschichte dieser RĂ€umlichkeiten lesen Sie hier ausfĂŒhrlich.
Eine Besonderheit des Deutschen Hilfsfonds war, dass junge MĂ€nner seit 1998 in Verbindung mit den Schiffreisen in der Ukraine ihren Zivildienst als “Anderer Dienst im Ausland” ableisten konnten. Angeregt durch eine Wehrmachtsausstellung mit den vielen Fotos von sehr jungen Soldaten wurden diese jungen “Zivis”, Enkelgeneration der TĂ€ter, ein ĂŒberwĂ€ltigendes Beispiel praktischer Versöhnung.
Seit Anfang 2009 arbeitet der Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. eigenstĂ€ndig und unabhĂ€ngig vom âEbenezer Emergency Fund International Ltd.â und folgt weiter der Berufung und Vision des GrĂŒnderss Gustav Schellers: Begegnung, Versöhnung und RĂŒckkehr der Juden nach Israel auf der Grundlage biblischer VerheiĂungen.
Eine Ăbersicht zu Projekten, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben, finden Sie hier.
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