Alijah aus dem Osten der Ukraine

Aus der umkämpften Ostukraine fördern wir momentan verstärkt die Alijah und helfen den Jüdischen Gemeinden in Donezk und Dnjepropetrowsk finanziell bei der Aufnahme von jüdischen Flüchtlingen aus anderen Landesteilen und bei einem Ulpan, einem Hebräischkurs für Ausreisende.

Zusätzlich unterstützte Ebenezer Deutschland in Zusammenarbeit mit Keren Hayesod und der Jewish Agency Mitte Juli die außerplanmäßige Ausreise von 35 Juden nach Israel. Die Familien konnten von Dnjepropetrowsk ausfliegen. Sie ließen alles hinter sich: Freunde, ihr Hab und Gut, Erinnerungen und Familienmitglieder. Eine Großmutter brach in Tränen aus, als sie zum Abschied winkte. Die kleine Mascha klammerte sich an ihre Puppe. Sie hatten ihr ganzes Leben in zwei Vinyl-Taschen gepackt. Den Tee, der ihnen am Flughafen angeboten wurde, mochten sie nicht anrühren. Viele von ihnen dachten über ihre Vergangenheit nach und überlegten sich, was wohl die Zukunft bringen möge. Menschen sind nun mal keine Bücher – eine Seite umzuschlagen kann ein lebensrettendes Drama werden. Drei Stunden später erreichten sie sicher Tel Aviv und ließen den Dnjepr weit zurück. Obwohl die Jewish Agency einen „Red Carpet“, also besonderen Empfang, am Flughafen vorbereitet hatte, bekamen die Neueinwanderer ihren ersten „Red Alert“ zur Begrüßung, den ersten Luftalarm. Eine wahre Alijah! Am selben Tag kamen 430 Olim mit einem Sonderflug aus Frankreich in Israel an – Am Israel Chai, das Volk Israel lebt!

Olim vor dem Flughafen