Chanukka 2019 und Ausblick 2020

Chanukka ist ein sogenannter Halbfeiertag – ein Tag also, der nicht auf biblische Gebote, sondern auf historische Ereignisse zurückgeht.

Deshalb können jüdischen Gläubige erst nach getaner Arbeit der wunderbaren Errettung Israels aus der Herrschaft der Griechen im Jahr 185 v. Chr. gedenken. Damals wurden die Juden von den Seleukiden unterdrückt: Mit ständig neuen Geboten und Gesetzen machten sie ihnen das Leben schwer. Am Ende verboten sie ihnen sogar, ihre Religion auszuüben. Dagegen setzen sich die Juden zur Wehr. Angeführt von Judas Makkabäus und seinen Brüdern besiegten sie die Seleukiden im sogenannten Makkabäeraufstand.

Ein Jahr später eroberten die Juden auch ihren von den griechischen Herrschern missbrauchten Tempel wieder. Sie reinigten ihn und weihten ihn neu. Hierfür entzündeten sie einen Rest geweihten Öls, der normalerweise den Tempel nicht länger als einen Tag erleuchtet hätte. Auf wundersame Weise brannte er aber ganze acht Tage. Genau so lange, bis neues, koscheres Öl hergestellt war. 

In Gedenken an diese Ereignisse treffen sich jüdische Gläubige ab 23.Dez 2020 zu Chanukka, um acht Tage lang mit Verwandten und Freunden zu feiern. Morgens werden in der Synagoge besondere Gebete gesprochen und eine bestimmte Stelle aus der Thora vorgelesen. An den Abenden treffen sich die Familien zu Hause und entzünden jeden Tag ein neues Licht an der Chanukkia – bis alle acht Kerzen brennen. Die Kerzen werden von rechts nach links angezündet, die neue immer zu erst. Zum Ritual des Anzündens gehören Segenssprüche und Gebete. Am Ende der Chanukka-Zeit leuchten alle acht Lichter.

Damit sich die Gläubigen an das Lichtwunder und an Gottes Anwesenheit erinnern, stellen viele Juden ihre Chanukkia in ihre Fensterbänke und Hauseingänge. Damit bezeugen sie ihren Glauben, ihr Vertrauen in Gott und häufig auch ihren Stolz, Juden zu sein.

Ausblick 2020

Schabbatlesungen 2020