Ausstellung „Bilder der Wüste“ bis Ende Dez. verlängert

Ort: Kontorhaus Meßberg 1 in 20095 Hamburg – Tel: 040 – 32 52 77 20
Zeit: Montags, mittwochs, freitags 12–18 Uhr, sowie nach Vereinbarung
Die Ausstellung konnte verlängert werden bis zum 31. Dezember 2011
Die Ausstellung „Bilder der Wüste“ vereinigt
das Werk zweier israelischer Künstler, die ihre künstlerische Inspiration aus
der Wüste Negev, ihrer Wahlheimat, ziehen.
Sie, die Malerin Sabine Kahane, taucht mit
ihren charakteristischen Acrylmalereien und Zeichnungen nicht nur in die
einzigartige Wüstenlandschaft ein, in die stets wechselnden Farben des Lichts
und der Formen der Landschaft, sondern verbindet sie in überraschender Weise
mit der Geschichte der Negev, die zugleich die Geschichte Israels und des israelischen
Volkes ist. In 99 Gemälden reflektiert sie diese Landschaft und imaginiert
spirituelle Geschehnisse, die die Bibel überliefert und die so wieder
verlebendigt werden. Ihre Arbeiten werden erstmals in Deutschland gezeigt.
Sabine Kahane wurde in einer Künstlerfamilie in Berlin geboren. Ihr Vater,
Werner Klemke, war ein bekannter Buch-Designer, Illustrator und Bibliophiler,
ihre Mutter eine Malerin. Fasziniert von Museen und Galerien studierte sie an
der Kunsthochschule in Berlin. Sie arbeitete zunächst in verschiedenen
traditionellen grafischen Techniken, Lithographie, Radierung, Aquatinta, Holz
und Seide-Siebdruck. 1984 übersiedelte sie mit ihrem Mann Chaim Noll nach
Westdeutschland, 1991 nach Rom und schließlich 1995 nach Israel. Seit 1997
wohnt sie in der Negev.
Arie Bar Lev hält mit seiner Kamera
ebenfalls Farben und Formen der Wüste fest, entlockt seinen Motiven Stimmungen
und entdeckt Landschaften, die oft anthropomorphe Formen in seinen Fotografien
annehmen. Es sind sein scharfes Auge und künstlerischer Blick zugleich, die
seine Fotographien unverwechselbar machen. Arie Bar Lev ist ein bekannter
israelischer Fotograf. Sein künstlerischer Blick und sein Gefühl für diese
besondere Landschaft lassen seine Bilder unverwechselbar werden. Seit 30 Jahren
arbeitet er im Sde-Boker Trainingscenter und lehrt Fotografie. Seine Motive
sind der Wüste rund um Sde-Boker und den Stränden des Tzinflusses entnommen. Er
wurde durch Ausstellungen in Israel und im Ausland bekannt. Seine letzten Fotobände waren: „Poetry of the Desert“ und
„Light of the World”.
Sonderveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung:
Russische Kulturtage mit Chaim Noll und Jan Kandror
Mo. 03.10. „Klingende Seiten aus der Geschichte des jiddischen Liedgutes“ (Jan Kandror)
Di. 04.10. „Sowjetische Dissidenten und Literaten“ (Chaim Noll)
Mi. 05.10. „Die Wüste in der Literatur und Kunst“: Chaim Noll liest zur Erläuterung der Ausstellung
Do. 06.10. „Die große Alijah. Ehemalige Sowjetbürger in Israel“ (Chaim Noll)
Fr. 07.10. „Erew Jom Kippur. Eine Einführung in das höchste jüdische Fest“ (NN)
Die Vortragsabende beginnen jeweils um 19:00 Uhr im Kontorhaus Messberg 1  und werden auf Russisch oder Deutsch gehalten, mit jeweiliger Übersetzung.