Hilfe für Falasha Mura in Israel

Hinrich Kaasmann berichtet von einem Besuch bei äthiopischen Einwanderern in Israel:

Vom 2.-12. August habe ich mit unserem Projektpartner Micha Feldmann (SELAH Crisis Management) äthiopische Einwanderer in Israel besucht:

Verwundeter im Krankenhaus Beer Sheva
Verwundeter im Krankenhaus Beer Sheva

Dieser 19-jährige Verwundete im Sorocca-Krankenhaus in Be’er Sheva wurde in Gaza eingesetzt, Häuser nach versteckten Tunneleingängen zu durchsuchen. Er ging als erster seiner Gruppe in das zweite Zimmer, dabei sahen seine Kameraden von draußen seinen Schatten und hielten ihn für einen Kämpfer der Hamas … sie schossen … und trafen. Er hat „nur“ eine schmerzhafte Beckenverletzung. Er sieht selbst darin GOTTES Bewahrung. Als wir kamen, waren Mutter und Schwester bei ihm, und am Nachbarbett des 6-Bett Zimmers wurde ein Verwundeter von 20 Soldaten seiner Einheit besucht…

 

Tragischer und tief bewegend war die Begegnung im Haus einer jungen Familie mit einem Baby:

Der Ehemann  war 2008 beim letzten Gaza-Einsatz bereits verwundet worden, hatte aber eine Versetzung in ein Büro abgelehnt.

Er war jetzt in einer „Spurenlese“-Einheit eingesetzt und ist gefallen, als seine Frau noch hochschwanger war.

Vor einer Woche wurde TAL OR geboren. Der Name bedeutet „Licht vom Morgentau“, seht selbst.

Vor dem Weggehen hilft „Abba Micha“ den beiden Brüdern von von Tal Or „noch eben“ beim Reparieren eines Spielzeugs.

Im Hintergrund die Großmutter.

Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. Der HERR behütet dich…. (aus Psalm 121,4).

Seit 2012 helfen wir einer weiteren Familie: Sie waren mit ihrer Mutter im selben Jahr in Israel angekommen. Eine Woche später starb die Mutter an Krebs, und seitdem haben Demelash und Atitegev die Aufgabe der Eltern übernommen.  Wir besuchten die Familie in ihrer 3-Zimmer Wohnung im Absorptionszentrum in Ashkelon, wo die drei älteren Geschwister nach der Ankunft sofort sechs Monate lang im Ulpan Hebräisch lernten. Die älteste Tochte hat in Äthiopien nur die zehnte Klasse beendet, jetzt hat sie die „Mutterrolle“. Die zweitälteste ist jetzt bei der Armee, die weiteren Kinder besuchen noch die Schule.

„Abba“ Micha Feldmann begleitet die jungen Menschen mit viel Herz in ihrer Muttersprache Amharisch. Er ist oft der gütige, aber auch erziehende Vater der Familie. Im ernsten Gespräch mit der ältesten Tochter geht es darum, dass die „Familie“ jetzt auf eigenen Beinen stehen kann, ein Haus angeboten bekommen hat und Ende des Jahres das Einwanderungszentrum verlassen soll.

Ebenezer Brücke Äthiopien e.V. LogoWie verwendet Ebenezer-Brücke Äthiopien sonst noch Eure Spenden?

  1. Wir unterstützen medizinische Nothilfe für in Gondar noch wartende Falascha Mura. Diese Betreuung erfolgt mit unserer/Eurer Hilfe seit sieben Jahren durch die Ärztin Dr. Shitaye von der Universitätsklinik in Gondar. Sie ist ein Segen für viele!
  1. Wir kümmern uns um in Not geratene neu eingewanderte äthiopische Juden in Israel. Diese Hilfe wird organisiert von Micha Feldmann, seine Organisation SELAH haben wir aus Euren Spenden im Juni wieder mit einer  Sofort-Not-Hilfe unterstützt. DANKE!

Der HERR wird noch einmal die Hand erheben:

Dann wird ER den Rest SEINES Volkes befreien.

ER wird alle zurückholen, die übrig geblieben sind … in Äthiopien …

(aus Jes 11,11-16)