Ukraine: „Siehe, ICH bringe sie herbei aus dem Land des Nordens und sammle sie von den äußersten Enden der Erde“, spricht der HERR! (Jeremia 31,7)

Ukrainische Juden bei der Alijah Sommer 2013

 

 

Bis Ende April reisten mehr jüdische Menschen aus als im ganzen Jahr 2013. In der Westukraine ist es ruhig. Über Odessa  sind 181 Juden in den ersten 4 Monaten ausgewandert (147 im ganzen Jahr 2013), damit wird sich wohl eine Vervierfachung im ganzen Jahr 2014 ergeben. Sorgen bereitet die Situation in Donezk. Viele Menschen suchen Zuflucht bei Freunden und Verwandten in der Westukraine – auch Juden. Da der Flughafen Donezk geschlossen ist, betreuen Lena und Igor jetzt Juden in Dnjepropetrowsk, die dort für einige Tage warten, bis sie nach Israel ausgeflogen werden. (Täglich sind Flüge nach TelAviv). Ich bin vom 12. bis 18. Juni dort, um sie und die Juden dort zu ermutigen, „Ihr sei nicht allein! Wir stehen auch jetzt zu Euch!“

Wir fördern konkret Studenten in einem Austauschprogramm SELAH, in dem sie 9 Monate in Israel bleiben (Beginn August 2014). Jetzt laufen die Ausreisevorbereitungen, einige brauchen zusätzlich Freistellungsbescheinigungen von der (neu wiedereingeführten) Wehrpflicht in der ukrainischen Armee. 

In den Gesprächen unserer Mitarbeiter erleben wir, dass sich viele Juden mit der Möglichkeit auszuwandern beschäftigen. Die Ausreisewelle hat mit Beginn der Schulferien begonnen. Wir helfen und haben Fahrzeuge und Mitarbeiter vor Ort. Die Ausreise aus der Krim ist möglich und läuft jetzt über Moskau.

Es gibt verschieden christliche Hilfsorganisationen, die jüdischen Menschen seit Jahren mit Humanitärer Hilfe und bei der Ausreise nach Israel helfen. Mit jüdischen Organisationen gibt es dabei eine vertrauensvolle, langjährige Zusammenarbeit. Diese Hilfsorganisationen haben in den verschiedenen Regionen der Ukraine Minibusse und andere Fahrzeuge, so daß jederzeit Juden sicher zu den Flughäfen gefahren werden können. Einige Werke helfen der Jewish Agency bei der Finanzierung der Flugtickets.

Ebenezer-Deutschland hat sechs Mitarbeiter mit Fahrzeugen vor Ort.

Mein Wunsch ist, eine Koordinierungsstelle „NOTHILFE UKRAINE“ zu schaffen, um vorbereitet zu sein, wenn Geldzahlung wegen zusammengebrochener ukrainischer Banken nur noch mit Bargeld erfolgen können. Dann wird es überlebenswichtig sein, dass sich alle Werke selbstlos mit humanitärer Hilfe, Benzin und Ersatzteilen für Fahrzeuge helfen. Diese Situation habe ich 1993 direkt in Odessa erlebt, als es darum ging, Juden aus der ganzen Ukraine mit dem Schiff von Odessa nach Haifa zu bringen. Damals konnten wir christlichen Werke uns nur teilweise koordinieren… aber seit dem haben wir doch (hoffentlich) gelernt, dass auf Einheit GOTTES Verheißung liegt! Betet bitte dafür!   

Shalom,  Hinrich Kaasmann, 1. Vorsitzender

Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V.  – 

Nothilfe Ukraine“
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