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Purim – ein Wunder, damals und heute!

4. März 2026 / Redaktion

Bar Zemach – Reise mit dem Schofar

Gestern Abend, am 2. März, begann Purim – ein fröhliches Fest, an dem die Juden weltweit feiern, dass es vor 2.500 Jahren  ihrem Feind Haman nicht gelungen ist, ihr Volk zu vernichten. Diese faszinierende Geschichte um die jüdische Königin Esther spielte im persischen Reich unter der Herrschaft des Königs Ahasveros. Esthers Vormund Mordechai hatte ihr geraten, ihre jüdische Identität verborgen zu halten. Das tat sie bis zu dem zweiten Festmahl, an dem sie dem König mitteilte, dass Haman sie und ihr Volk vernichten will. Im Gedenken daran verkleiden sich alle zu Purim – sie verbergen ihre Identität!

Während dieses Wunders gedacht wird, bekämpfen israelische und amerikanische Streitkräfte den „modernen Haman“ – Ayatollah Khamenei und sein Terrorregime. In dieser Atmosphäre nimmt Bar Zemach seine Zuhörer mit dem Klang des Schofars hinein in das Erleben von Purim: von Trauer und Ohnmacht über Entsetzen und Verzweiflung, weiter zu Kampfgeist und Mut, bis hin zu Freude und Staunen.

Da sich die Ereignisse kurz vor dem Konzerttermin überschlagen, ändert der Musiker spontan sein Programm. Persische Melodien erklingen neben jüdischen Stücken. Mit „The Same Way to Go“ von Giora Feidman, Mentor und Kollege Bars, führt er das Publikum in die Welt der Klezmer-Klänge. Als am Samstagmorgen die Angriffe auf den Iran beginnen und seine Familie in Israel Schutz im Bunker sucht, komponiert Bar spontan ein Werk in fünf Sätzen, in dem er seine Emotionen verarbeitet – und das er an diesem Abend erstmals zur Aufführung bringt.

Zwischendurch werden Abschnitte aus dem Buch Esther gelesen. Beim Namen „Haman“ ertönen laute Schofar-Fanfaren, begleitet von Rufen und Rasseln – ganz entsprechend jüdischer Tradition. Dieser Name soll nie wieder vernommen werden.

Zum Abschluss treten etwa zwanzig Iraner nach vorn und singen, begleitet vom Schofar, das hebräische Lied „Hinei ma tov uma naim“ („Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beieinander sind“). Sie danken dem israelischen Musiker Bar dafür, dass sein Land an der Seite ihres Volkes steht. Es ist ein starker, bewegender Moment, wenn Jude und Perser sich an Purim umarmen. Wunder geschehen – und Versöhnung ist möglich. Wir beten für Frieden im Iran und in Israel.

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher wird meine Hilfe kommen?
Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psalm 121

Unser iranischer Bruder Rafael schreibt:

Ich spreche gerne mit Kindern über das Purim-Fest, das Juden gerade weltweit feiern. Es erinnert an die Zeit der Königin Esther in Persien, als Haman plante, das jüdische Volk zu vernichten – doch sein Plan fiel auf ihn selbst zurück, und er selbst kam um.

Dieses Fest bewegt mich besonders im Blick auf den aktuellen Krieg im Iran. Seit mehreren Jahren sehen wir bei fast jeder iranischen Demonstration die israelische Flagge neben der iranischen. Eine historisch tief verwurzelte Verbundenheit mit dem jüdischen Volk wird neu sichtbar. Ich sehe dies im Licht von 1. Mose 12,3, wo Gott zu Abraham sagt: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Ich beobachte, wie mein iranisches Volk zu dieser alten Liebe zu Israel zurückkehrt – und zunehmend Gottes Schutz erfährt.

Wie die Medien berichten, wurde in diesen Tagen der „zweite Haman“, Ajatollah Chamenei, getötet. Vom Geist her war er ein Amalekiter, der großes Leid über den Iran gebracht hat und Israel vernichten wollte. Für mich ist es ein Zeichen der Gnade Gottes, dass Er nicht nur an der Seite Seines Volkes Israel steht, sondern auch uns im Blick hat und uns gegen das Böse aus den eigenen Reihen schützt.

Die zeitliche Nähe zu Purim empfinde ich als bedeutsam. Nächstes Jahr werden wir Purim im doppelten Sinne feiern, die Vernichtung zweier Hamans – der erste war gegen das jüdische Volk, der zweite gegen das jüdische und das iranische Volk.

Von Herzen danke ich den mutigen israelischen und amerikanischen Soldaten, die ihr Leben riskieren, um meinem Volk zu helfen. Meine Gebete sind bei ihnen und bei der israelischen Bevölkerung, die erneut Schutz in Bunkern suchen muss – und natürlich auch bei meinem iranischen Volk, dem es hoffentlich bald gelingen wird, die Diktatur zu überwinden.

Mit Freude sage ich euch: Der Thron der Königsherrschaft Gottes, wie in Jeremia 49 verheißen, ist auf dem Weg – er wird im Iran aufgerichtet werden!