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Alijah – Aufbruch nach Israel: Wenn aus einem Entschluss ein neues Leben wird
Für Olga und Ed*) aus Süddeutschland wurde aus einem lange gehegten Wunsch innerhalb weniger Wochen Realität: der Aufbruch nach Israel und der Beginn eines neuen Lebens.
Der erste Kontakt zu Olga war im Juni 2026, kurz nachdem das Ehepaar die Bestätigung für ihre Alijah erhalten hatte. Für die weitere Bearbeitung benötigte die Jewish Agency zunächst eine Wohnadresse in Israel. Maria von JAFI Berlin vermittelte den Kontakt zum Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e. V.
Schon im ersten Gespräch gab die für Alijah zuständige Ebenezer-Mitarbeiterin Svetlana an Olga die Kontaktdaten des israelischen Ministeriums für Alijah und Integration in Nahariya. Die zuständige Mitarbeiterin Anna konnte daraufhin schnell eine erste Unterkunft im Tapuz-Einwanderungs-Zentrum organisieren.
Das 1978 gegründete Tapuz-Aufnahmezentrum (Merkaz Klita Tapuz) in Nahariya (Israel) wird von der Jewish Agency for Israel JAFI und dem Ministerium für Alijah und Integration betrieben, um neuen Einwanderern (Olim) die Eingewöhnung in das Leben im Land zu erleichtern.
Olga und Ed waren Mitglieder einer jüdischen Gemeinde in Bayern. Für beide war der Wunsch, ihre jüdische Identität auch in Israel zu leben, ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft.
Acht Wochen Wartezeit
Der weitere Weg war zunächst von Geduld geprägt. Für die notwendigen deutschen Führungszeugnisse mit Apostille musste das Ehepaar rund acht Wochen warten.
Die Zeit wurde knapp: Olga und Ed hatten ihre Miet- und sonstigen Verträge bereits gekündigt, auch ihre Arbeitsverträge. Anfang August traf die lang erwartete Bescheinigung schließlich ein. Es gelang, innerhalb von zwei Wochen einen Termin beim Konsulat zu bekommen.
Auch dort zeigte sich noch eine kleine Hürde. Die mitgebrachten Fotos entsprachen nicht ganz den geforderten Maßen. Nach kurzer Abstimmung mit JAFI entschieden Olga und Ed, zunächst mit den vorhandenen Fotos zum Termin zu gehen. Falls nötig, hätten neue Fotos kurzfristig angefertigt werden können. Doch der Termin verlief reibungslos, und die erteilten Visa konnten unmittelbar weitergeleitet werden.
Nun mussten möglichst schnell Flüge gefunden werden. Unterschiedliche Flughäfen oder Abflugtage spielten für sie keine Rolle – entscheidend war, so bald wie möglich nach Israel zu kommen.
Plötzlich ging alles ganz schnell
Innerhalb von nur zwei Stunden wurden über JAFI zwei passende Flugtickets ab München gefunden – ein kleines Wunder, wie die beiden sagen, denn im August sind Flüge of ausgebucht.
Damit wurde aus den vielen Vorbereitungen plötzlich Realität. Noch am selben Abend begannen Olga und Ed, die Wohnung aufzulösen, Möbel auseinanderzubauen und Koffer zu packen.
Hilfe, die ankommt
Auch die Fahrt zum Flughafen musste kurzfristig organisiert werden. Nicolas, ehemaliger Mitarbeiter und langjähriger Ebenezer-Freund, erklärte sich sofort bereit zu helfen. Sein Auto war jedoch zu klein für zwei Erwachsene, vier große Koffer und das Handgepäck.
Deshalb holte er seinen Freund Thomas mit ins Boot. Thomas ist Israel seit vielen Jahren verbunden und wollte die Familie ebenfalls unterstützen. Gemeinsam kamen die beiden spät am Abend zu Olga und Ed, prüften die Abholsituation und stellten fest: Mit umgeklappten Rücksitzen würde alles in Thomas‘ Fahrzeug passen.


Dabei stellte sich sogar heraus, dass Thomas und Ed sich bereits aus früheren Zeiten kannten. Damals war es eine überraschende Begegnung bei einem Rabbi. Jetzt, Jahre später, in dieser ganz anderen Ausreisesituation, die beide wieder zusammenführte.
Ein neuer Anfang in Israel


Am 19. August war es soweit – früh am Morgen holte Thomas Olga und Ed samt Gepäck ab und brachte sie zum Flughafen. In Israel wurden sie bereits erwartet. Mitarbeiter des Ministeriums für Alijah und Integration in Nahariya stehen für die ersten Schritte nach der Ankunft bereit.
Was vor wenigen Wochen noch aus Anträgen, Bescheinigungen, Terminen und Wartezeiten bestand, ist nun Wirklichkeit: Olga und Ed sind in Israel, heute Mittag landeten sie am Ben Gurion Airport in Tel Aviv – ihr Traum wurde wahr!
Ihre Geschichte zeigt, dass Alijah mehr ist als ein bürokratischer Prozess. Hinter jedem Antrag stehen Menschen mit Hoffnungen, Fragen und manchmal auch vielen Herausforderungen. Gerade dann ist praktische Unterstützung wichtig.

Wir freuen uns, dass wir Olga und Ed auf einem Teil ihres Weges begleiten durften, und wünschen ihnen einen guten Start und viel Kraft für ihr neues Leben in Israel.
So spricht der Herr, HERR: Wenn ich das Haus Israel aus den Völkern sammle, unter die sie zerstreut worden sind, und ich mich an ihnen vor den Augen der Nationen als heilig erweise, dann werden sie in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe.
Hesekiel 28,25
*) Namen wurden aus Datenschutzgründen geändert
