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Alijah – Aufbruch nach Israel: Wenn aus einem Entschluss ein neues Leben wird

19. August 2026 / Redaktion

Für Olga und Eduard aus Nürnberg wurde aus einem lange gehegten Wunsch innerhalb weniger Wochen Realität: der Aufbruch nach Israel und der Beginn eines neuen Lebens.

Der erste Kontakt zu Olga war im Juni 2026, kurz nachdem das Ehepaar die Bestätigung für ihre Alijah erhalten hatte. Für die weitere Bearbeitung benötigte die Jewish Agency zunächst eine Wohnadresse in Israel. Maria von JAFI Berlin vermittelte den Kontakt zum Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e. V.

Schon im ersten Gespräch gab die für Alijah zuständige Ebenezer-Mitarbeiterin Svetlana Olga die Kontaktdaten des israelischen Ministeriums für Alijah und Integration in Nahariya. Die zuständige Mitarbeiterin Anna konnte daraufhin schnell eine erste Unterkunft im Topuz-Zentrum organisieren.

Olga und Eduard lebten in Nürnberg und waren Mitglieder der jüdischen Gemeinde. Für beide war der Wunsch, ihre jüdische Identität auch in Israel zu leben, ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft.

Acht Wochen Wartezeit

Der weitere Weg war zunächst von Geduld geprägt. Für die notwendigen deutschen Führungszeugnisse mit Apostille musste das Ehepaar rund acht Wochen warten.

Die Zeit wurde knapp: Olga und Eduard hatten ihre Miet- und sonstigen Verträge bereits gekündigt, auch ihre Arbeitsverträge. Anfang August traf die lang erwartete Bescheinigung schließlich ein. Es gelang, innerhalb von zwei Wochen einen Termin beim Konsulat zu bekommen.

Auch dort zeigte sich noch eine kleine Hürde. Die mitgebrachten Fotos entsprachen nicht ganz den geforderten Maßen. Nach kurzer Abstimmung mit JAFI entschieden Olga und Eduard, zunächst mit den vorhandenen Fotos zum Termin zu gehen. Falls nötig, hätten neue Fotos kurzfristig angefertigt werden können. Doch der Termin verlief reibungslos, und die Visa konnten unmittelbar weitergeleitet werden.

Plötzlich ging alles ganz schnell

Nun mussten möglichst schnell Flüge gefunden werden. Unterschiedliche Flughäfen oder Abflugtage spielten für sie keine Rolle – entscheidend war, so bald wie möglich nach Israel zu kommen.

Innerhalb von nur zwei Stunden wurden über JAFI zwei passende Flugtickets ab München gefunden – ein kleines Wunder, wie die beiden sagen.

Damit wurde aus den vielen Vorbereitungen plötzlich Realität. Noch am selben Abend begannen Olga und Eduard, die Wohnung aufzulösen, Möbel auseinanderzubauen und Koffer zu packen.

Hilfe, die ankommt

Auch die Fahrt zum Flughafen musste kurzfristig organisiert werden. Nicolas, ein langjähriger Freund des Ebenezer Hilfsfonds, erklärte sich sofort bereit zu helfen. Sein Auto war jedoch zu klein für zwei Erwachsene, vier große Koffer und das Handgepäck.

Deshalb holte er seinen Freund Thomas mit ins Boot. Thomas ist Israel seit vielen Jahren verbunden und wollte die Familie ebenfalls unterstützen. Gemeinsam kamen die beiden spät am Abend zu Olga und Eduard, prüften die Abholsituation und stellten fest: Mit umgeklappten Rücksitzen würde alles in Thomas‘ Fahrzeug passen.

Dabei stellte sich sogar heraus, dass Thomas und Eduard sich bereits aus früheren Zeiten kannten. Eine überraschende Begegnung bei einem Rabbi, die Jahre später bei einem ganz anderen Anlass wieder zusammenführte.

Ein neuer Anfang in Israel

Am 19. August war es soweit – früh am Morgen holte Thomas Olga und Eduard samt Gepäck ab und brachte sie zum Flughafen. In Israel wurden sie bereits erwartet. Mitarbeiter des Ministeriums für Alijah und Integration in Nahariya stehen für die ersten Schritte nach der Ankunft bereit.

Was vor wenigen Wochen noch aus Anträgen, Bescheinigungen, Terminen und Wartezeiten bestand, ist nun Wirklichkeit: Olga und Eduard sind in Israel, heute Mittag landeten sie am Ben Gurion Airport in Tel Aviv – ihr Traum wurde wahr!

Ihre Geschichte zeigt, dass Alijah mehr ist als ein bürokratischer Prozess. Hinter jedem Antrag stehen Menschen mit Hoffnungen, Fragen und manchmal auch vielen Herausforderungen. Gerade dann ist praktische Unterstützung wichtig.

Wir freuen uns, dass wir Olga und Eduard auf einem Teil ihres Weges begleiten durften, und wünschen ihnen einen guten Start und viel Kraft für ihr neues Leben in Israel.

 

So spricht der Herr, HERR: Wenn ich das Haus Israel aus den Völkern sammle, unter die sie zerstreut worden sind, und ich mich an ihnen vor den Augen der Nationen als heilig erweise, dann werden sie in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe.

Hesekiel 28,25