Am 20. Januar jährte sich die Wannseekonferenz zum 70. Mal, auf der die Umsetzung von Hitlers „Endlösung der Judenfrage” beschlossen wurde. Aus diesem Anlass gab es in Berlin und Jerusalem Gedenkfeiern mit Holocaust-Überlebenden. In allen Begegnungen und Reden richteten sie eindringliche Appelle an die Christen:
“LASST UNS NICHT (wieder) ALLEIN, wenn alle gegen uns und Israel sind !”
Am 20. Januar 2012 wurde eine Brücke des Gedenkens zwischen Berlin und Jerusalem aufgerichtet. Die Organisation auf deutscher Seite übernahmen „Christen an der Seite Israels“ und die “Initiative 27. Januar” (Harald Eckert) und in Jerusalem ICEJ (Jürgen Bühler). In Berlin appellierte der ehemalige Bundestagsabgeordnete Prof. Gert Weisskirchen (SPD) sehr eindringlich an unsere Verantwortung heute, DIE PFORTEN DER HÖLLE zu verschließen, die damals geöffnet wurden.
Kranzniederlegung in Yad Vashem, Familie Müller mit 3 Söhnen, 1. Reihe links, Jürgen und Gottfried Bühler mit Söhnen 1. Reihe rechts (Foto: ICEJ)
Ebenezer Deutschland war sowohl in Berlin als auch in Jerusalem vertreten. Auf der von der Internationalen Christlichen Botschaft ICEJ organisierten Gedenkfeier legten für uns die 5-, 6- und 8-jährigen Söhne des junges Ehepaares Müller einen Kranz in Yad Vashem nieder. Sie sind als 4. Generation “Lebende Erinnerung – Living Memorials” für das, was geschehen ist. Die Mutter, Rebecca, sagte dazu bei einer anderen Begegnung zu Holocaustüberlebenden in der Ukraine: “Wir können Euch keine Denkmäler bauen, aber ich verspreche Euch, dass Ihr in den Erinnerungen meiner Söhne weiterleben werdet! Wir vergessen Euch nicht!”
Welche Aktionen und Veranstaltungen finden in eurem Umfeld zum Holocaustgedenktag am 27.Januar 2012 statt? Was macht Eure Stadt – Schule – Gemeinde? Besucht die Veranstaltungen, begegnet jüdischen Menschen, redet mit ihnen und zeigt ihnen Eure Anteilnahme und Liebe!
Berichtet uns darüber – und nutzt die Gelegenheit, Zeichen gelebter Solidarität mit Juden und Israelis in Deutschland zu setzen.
Ebenezer Deutschland zusammen mit 36 anderen Israel-Werken von der Knesset geehrt
Diesen Brief schreiben wir (Hinrich und Elke Kaasmann) in Dankbarkeit aus Jerusalem. Wir durften mit 400 Christen einen Empfang in der Knesset erleben, in dem die Verbundenheit Israels mit den evangelikalen, bibeltreuen Christen von verschiedenen Parlamentsabgeordneten und Ministern in einer noch nie öffentlich gezeigten Herzlichkeit zum Ausdruck gebracht wurde. Selbst der Parlamentspräsident sprach später die Zuschauergruppe im Plenarsaal entgegen den Regeln auf Englisch direkt an. Zwar waren nur wenige Abgeordnete im Plenum anwesend, aber was dann an Anerkennung für christliche Initiativen und Werke zu Protokoll gegeben wurde, war für anwesende israelische Pastoren fast sensationell. Alle haben den Eindruck, dass bisher geschlossene Türen aufgegangen sind und nun praktische neue Schritte möglich sein werden.
Über 30 christliche Dienste aus aller Welt erhielten für ihren Einsatz, Holocaustüberlebende praktisch zu trösten bzw. sie aus der Not in Russland nach Israel zu bringen, „Ehren“-Urkunden. Neben asiatischen, amerikanischen und europäischen Diensten, wurden auch 11 deutsche Werke so ausgezeichnet, zu unserer Überraschung und Freude auch Ebenezer-Deutschland. Ihr alle, liebe Beter und Unterstützer, seid damit geehrt worden. Danke! Abend saßen wir dann in der deutschen Gruppe zusammen und haben dankbar und ehrfürchtig unseren Vater angebetet, dass nach unserer deutschen Geschichte heute ein solches freies, herzliches Miteinander zwischen Juden, dem „offiziellen Israel“ und uns möglich ist. Gleichzeit empfinden wir die Verpflichtung und Notwendigkeit, in Einheit zusammenzuarbeiten und die wenigen Jahre, in denen noch Holocaustüberlebende leben, uns besonders für sie einzusetzen.
Die gesamte Leiterschaft des Christlichen Forums für Israel (CFFI) war in Jerusalem und hat konkret beschlossen, zum 20. Januar 2012 (70. Jahre Wannseekonferenz) eine Brücke des Gedenkens zwischen Berlin und Jerusalem aufzurichten. In völliger Einheit wurde beschlossen, einen 2. Gemeinde-Israel-Kongress in Berlin vom 7.-9. Nov. 2013 durchzuführen. Der 9.11.2013 ist als 75. Jahrestag der Reichs-Pogromnacht 1938 herausgehoben.
Die israelische Regierung und die Jewish Agency for Israel (JAFI) beschleunigten die Alijah aus Äthiopien im 1. Halbjahr 2011. Alle Falascha Mura, ursprünglich ca. 8.700 (Mitte 2010) sollen nach Israel kommen; 4.800 wurden bis Ende 2011 bereits ausgeflogen. So sind seit Jahresbeginn 2.672 Falascha Mura nach Israel gekommen. Im Frühjahr 2011 hat die JAFI die Gesamtverantwortung für die Synagoge, die jüdische Schule, den Kindergarten und die Suppenküche in Gondar übernommen. Es sind israelische Lehrer in Gondar, um den Kindern während der Wartezeit qualifizierten Unterricht zu geben.
Jetzt können die im letzten Jahr Angekommenen jedoch wegen der angespannten Situation am Wohnungsmarkt oft die Intergrationszentren nicht verlassen. Daher mußte die Zahl der monatlich Ausreisenden auf ca. 150 reduziert werden. Die gesamte Einwanderung aus dem Land “Kusch” soll trotz der derzeitigen Schwierigkeiten bis spätestens März 2014 abgeschlossen sein. Biblischer Hintergrund dieser Alijah ist Jesaja 11,11 (www.bibleserver.com/#/text/HFA/jesaja11).
Eli Cohen JAFI mit Falascha Mura Kind im Ben Gurion Airport Tel Aviv
Ebenezer – Brücke Äthiopien Deutschland unterstützt die Alijah der Falascha Mura seit 2009 durch Übernahme der Kosten für die Transfers zum Konsul, zum Flughafen nach Addis Abeba, für eine Schutzimpfung sowie der Hotelkosten für zwei Übernachtungen. Die Kosten für dieses “Paket” betragen 20.-€ pro Person.
Darüber hinaus geben wir zusammen mit einer Ärztin der Universität Gondar seit 2008 medizinische Nothilfe; nicht nur für Juden, sondern auch allgemein für äthiopische Kinder, u.a. für ein Straßenkinderdorf der Schwestern von “Mutter Theresa”.
In Israel unterstützen wir in einem Patenschaftsprogramm äthiopische Waisenkinder (zusammen mit ehem.Konsul in Äthiopien Micha Feldmann und den Verein SELAH)
Vom 6.-12. April 2011 war ein Team aus Deutschland in Gondar, um die Arbeit zu koordinieren und auch die richtige Verwendung der Spenden zu überprüfen und auch zukünftig zu gewährleisten. Schule, Suppenküche, Synagoge und Konsulat vor Ort wurden besucht und einigen sehr bedürftigen Familien persönlich humanitäre Hilfe in ihre Hütten gebracht. Schnelle Hilfe und Ausreise ist absolut notwendig! Wir fuhren wie die Falascha Mura von Gondar über 700 km Straße nach Addis Abeba. Gegenüber der ersten Erkundungsreise 2008 haben sich die Straßenverhältnisse deutlich gebessert, da die neue Brücke über den Blauen Nil fertiggestellt wurde. Die Reise ist heute deutlich einfacher und sicherer. Am 13. April 2011 begleiteten wir einen Flug mit 72 Falascha Mura von Addis Abeba, Äthiopien nach Tel Aviv, Israel. Da wir bereits zwei “Ebenezer-Sonder-Flüge” begleitet haben, schätzen wir die gute Organisation und freundliche Behandlung durch die Ethiopian Airline.
Und hier finden Sie einen Link zu einem zweistündigen Video, in dem Micha Feldman im Rahmen eines Ebenezer-Nachmittages 2010 über die Evakuierung äthiopischer Juden 1991 (“Operation Salomon”) berichtet: http://www.youtube.com/watch?v=IQiOgEVtldc
Die Jewish Agency for Israel (JAFI) eröffnete am 09. Januar 2011 eine neues Beratungsbüro in den Räumen des Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V. im Kontorhaus Messberg in Hamburg, in dem Gebäude, in dem einst das Giftgas Zyklon B vermarktet wurde. Eine Gedenktafel am Gebäude erinnert daran. Nathan Sharansky, Vorsitzender der Jewish Agency for Israel, sagte in seiner Videobotschaft: „Es schließt sich ein Kreis, das an dem Ort von dem einst die Tötung des Volkes Zions ausging, heute ein Ort ist, der Zion zum Segen wird.“ Bereits am folgenden Tag informierten sich 14 jüdische Gäste bei dem neuen Alijah-Gesandten der Jewish Agency, Sergei Tcherniak am ”Tag der offenen Tür” über die Möglichkeiten einer Auswanderung nach Israel.
Inzwischen haben Dutzende Juden Kontakt über dies Büro der JAFI aufgenommen. Ebenezer Deutschland unterstützt z.Zt. 5 Umzüge nach Israel, insgesamt sind 6-7 Contaier geplant. Eine kranke ältere Dame wurde ab München mit einem Krankrentransport zu ihrer Schwester nach Israel ausgeflogen und ist inzwischen dort in ärztlicher Behandlung. Ebenezer zahlte die hohen Zusatzkosten zum normalen Flugticket.
„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte”. Unter diesem Motto schauten Jugendliche aus Deutschland, Israel und Tschechien hinter die Kulissen der Medienberichterstattung über die Gaza – Offensive „Gegossenes Blei”. Ernüchternde Einblicke in die Medienwelt aber auch neue Freundschaftsbande sind länderübergreifend entstanden.”
Lesen Sie HIER die Pressemitteilung oder lesen Sie HIER die Kommentare von Teilnehmern.
Es finden wieder Flüge von Äthiopien nach Israel statt: »Wir sehen es als Zeichen des Vertrauens, dass Keren Hayesod uns in Deutschland gefragt hat,ob ein gemeinsames Projekt in Äthiopien möglich ist«, erklärt Kaasmann. »Gemeinsam mit Keren Hayesod und der Jewish Agency betreuen wir den Transit der noch in Äthiopien verbliebenen rund 8.000 Falasmura von Gondar im Norden des Landes zum Flughafen Addis. Konsularkosten,Bustransfer vom 700 km entfernten Gondar nach Addis Abeba und nötige Impfungen werden von Ebenezer Deutschland übernommen.«
Es ist früh morgens, als sich ein großer LKW durch die enge Wohnstraße zwängt. Lautes Quietschen zerreißt die Stille, während ein großer Container auf die Straße abgesenkt wird. Routiniert beginnen junge kräftige Packer, die Erinnerungsstücke und Zeugnisse eines bewegten Lebens in den Container zu verladen und mit jedem Stück, das in dem Laderaum verschwindet, scheint eine Last von den Schultern der Eigentümer zu fallen. Auf dem Container steht vermerkt: „Destination: Israel“. Am Ende dieses Jahres werden über 150 Personen von Deutschland nach Israel eingewandert sein. Jeder Dritte unterstützt und betreut durch mehrere der vielen Helfer vom Ebenezer Hilfsfonds Deutschland.
Lesen sie die Geschichte von der “Destination Israel” die exemplarisch unsere Hilfe für jüdische Auswanderer (Olim) wiedergibt.
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Dieser 2 minütige Trailer zeigt Ausschnitte aus der DVD über den Jugendeinsatz 2009 in der Ukraine. Das ganze Video (22min) können sie als DVD im Büro bestellen.